Ökumenischer Kirchentag 2023 Osnabrück

Erstes Brainstorming

Im Jahr 2023 feiert Osnabrück ein besonderes Jubiläum: 375 Jahre Westfälischer Frieden. Die christlichen Kirchen in der Friedensstadt und der Region werden sich daran beteiligen und planen einen gemeinsamen, regionalen ökumenischen Kirchentag. Er soll stattfinden vom 16. bis 18. Juni 2023.

In der Bonnuskirche in der Weststadt war ausreichend Platz, um auch unter Corona-Bedingungen in einen intensiven Austausch zu treten. Vorne: P. Günter Baum. (Foto: Frank Waniek)

Schon im Oktober 2020 haben die Planungen für den zweiten regionalen Kirchentag begonnen – der erste wurde 1998 anlässlich des 350-jährigen Friedensjubiläums veranstaltet und hatte mit dem „Osnabrücker Wort zur Ökumene“ wegweisenden Charakter. Mitarbeiter/innen aus Landeskirche, Bistum und Freikirchen in Osnabrück und Umgebung haben sich in der Bonnuskirche getroffen, um erste Ideen zu sammeln und auszutauschen. Dr. Joachim Jeska, Superintendent des ev.-luth. Kirchenkreises Osnabrück, eröffnete das Brainstorming-Treffen anhand eines Originalzitats aus dem Friedensvertrag von 1648 mit der Frage nach dem Beitrag der Kirchen zum Frieden, um sie sogleich auch zu beantworten: „Die Kirchen in der Region tragen zu Friedenserhaltung und Friedensstiftung bei, aber wir müssen den Beweis auch erbringen.“

„Wir haben jetzt noch 2¾ Jahre Zeit, um einen großen, ausstrahlenden Kirchentag zu planen.“

(Dr. Joachim Jeska, Superintendent des Kirchenkreises Osnabrück)

Großer, ausstrahlender Kirchentag

Bisher stehen für den ökumenischen Kirchentag nur der Termin im Juni 2023 und die Stadthalle als ein Veranstaltungsort fest. Alles andere ist noch offen. „Die Friedensverhandlungen haben damals vier Jahre vor dem Friedensschluss begonnen“, sagte Dr. Jeska. „Wir haben jetzt noch 2¾ Jahre Zeit, um einen großen, ausstrahlenden Kirchentag zu planen.“ Die Planungen in Angriff genommen hat eine Steuerungsgruppe mit Meike Jacobs und P. Matthias Binder (Netzwerker des ev.-luth. Kirchenkreises für den „Friedensort Osnabrück“), Norbert Kalinsky (Pastoralreferent beim kath. Dekanat Osnabrück-Stadt und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Osnabrück), Dr. Frank Buskotte (Geschäftsführer der Kath. Erwachsenenbildung Osnabrück), sowie Pastor i.R. Günter Baum (ev.-ref. Gemeinde). Sie erarbeiteten mit den Teilnehmer/innen vier Themenbereiche im Vorfeld der eigentlichen Planung für den ökumenischen Kirchentag. Gefragt war, was jede und jeder – ganz persönlich – mit den Stichworten Frieden und Ökumene verbindet, in welchen Lebensbereichen sie Konflikte oder Unfrieden erleben und welche aktuelle Bedeutung der Westfälische Frieden für sie hat. Und – schon ein wenig konkreter – wen man für den Kirchentag mit ins Boot holen könnte. Auch erste Ideen für Veranstaltungsformate wurden zusammengetragen.

Frieden als bleibende Aufgabe

Zum Schluss dieses ersten Kreativtreffens für den zweiten regionalen ökumenischen Kirchentag in Osnabrück waren sich alle einig, dass es einen roten Faden geben müsse, eine Losung, die über dem Wochenende im Juni 2023 stehen soll. Gleichzeitig herrschte großes Einvernehmen, dass der ökumenische Kirchentag nachhaltig angelegt sein und über die drei Veranstaltungstage hinauswirken soll, denn Frieden zu erhalten und zu stiften ist eine bleibende Aufgabe.

(Quelle und Foto:
https://www.kirchenkreis-osnabrueck.de/aktuelles/2020/oekumenischer-kirchentag)

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